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Forschungskolloquium am 10. Mai 2012 zur Vorstellung aktueller Abschlussarbeiten
Am Donnerstag, dem 10.05.2012, wird pünktlich ab 10:00 Uhr im Raum TA 162 (hinter dem Haupteingang zum HFT-Gebäude links die Treppe hoch) unser regelmäßiges Forschungskolloquium zur Vorstellung aktueller studentischer Abschlussarbeiten am Fachgebiet stattfinden. Folgende Arbeiten werden vorgestellt:
- Reinhard Stornowski:Technische und energiewirtschaftliche Analyse der Integration von HGÜ-Fernübertragungsstrecken in die deutschen Übertragungsnetze auf Grundlage von Jahreszeitreihen eines europäischen Elektrizitätsmarktmodells (Diplomarbeit)
- Max Gräber: Marktdiffusion von stationären Brennstoffzellen in einem Markt mit Netzwerkeffekten (Bachelorarbeit)
- Line Grottian: Methoden zur Bewertung der CO2-Bilanz des Speichereinsatzes im Stromsektor (Bachelorarbeit)
- Sven Hennig: Input-Output basierte Analyse von Stromausfallkosten (Bachelorarbeit)
Studenten der TU Berlin sowie Externe sind herzlich eingeladen, am Forschungskolloquium teilzunehmen.
Exkursion im Wintersemester 2012
Im Rahmen der regelmäßig vom Fachgebiet Energiesysteme angebotenen Exkursion besuchten interessierte Studenten am 11.04. und 12.04. Unternehmen aus dem reichen Angebot der in Berlin ansässigen Unternehmen der Energiewirtschaft. Den Studenten bot sich dabei die Möglichkeit Arbeitsfelder der Energietechnik und Energiewirtschaft kennen zu lernen und interessante Gespräche zu führen. Die Themenschwerpunkte waren: „Erzeugungstechnologien der Fernwärmeversorgung und Kraftwärmekopplung“, „Stromspeicher am Netz und in Inselsystemen“ und „Aktuelle Herausforderungen des Netzbetriebs und –Erweiterung“. Besucht wurden die Unternehmen:
- BTB Blockheizkraftwerks- Träger- und Betreibergesellschaft mbH
- Younicos AG
- 50Hertz Transmission GmbH
Die Exkursionen des Fachgebiets werden nach Möglichkeit in jedem Semester (jeweils am Ende des Semesters in den Semesterferien angeboten). Für die Organisation oder Teilnahme an der Exkursion besteht die Möglichkeit, zwei Leistungspunkte zu erhalten (unbenoteter bzw. benoteter Exkursionsschein, je nach Studiengang). Die Bewertungsmodalitäten finden sich hier (http://www.ensys.tu-berlin.de/menue/for_students/lectures/ws_ss/exku/).
Promotion Johannes Henkel
Am 10. April 2012 hat Dipl.-Ing. Johannes Henkel mit der erfolgreichen wissenschaftlichen Aussprache seine Promotion abgeschlossen.
Titel der Arbeit:
Modelling the Diffusion of Innovative Heating Systems in Germany - Decision Criteria, Influence of Policy Instruments and Vintage Path Dependencies
Das Ensys-Team gratuliert ihm ganz herzlich!
Interessante PIW Projekte 2012 am Fachgebiet
Auch dieses Jahr hat das Fachgebiet eine Vielzahl spannender und aktueller Themen im Projekt Prozessingenieurwesen aufgegriffen. Diese Projekte werden im Rahmen einer einwöchigen Arbeit in Studentengruppen bearbeitet und das Ergebnis in Form einer Präsentation, eines Poster und eines Abschlussbereichts vorgestellt. Die diessjährigen Projekte waren:
- Grid parity von PV-Anlagen
- Power to Gas
- Auslegung einer Mikro-Kraft-Wärme-Kopplungsanlage (Mikro-KWK) für ein Einfamilienhaus
Im Rahmen z.B. des Projekts "Power to Gas" hat die Projektgruppe die Elektrolyseanlage der Wasserstofftankstelle an der Holzmarktstraße in Berlin besichtigt.
Mit diesem Projektes sollen angehende Ingenieure einen praktischen Bezug zu ihrem Studium und der wissenschaftlichen Arbeit bekommen.
Weitere Informationen zu unseren PIW-Projekten finden sie hier.
Prof. Erdmann in den Wächterrat der Energiewende berufen
Eine vierköpfige Expertengruppe bestehend aus Andreas Löschl vom ZEW Mannheim, Frithjof Staiß vom ZSW Stuttgart, Hans-Joachim Ziesing und Prof. Georg Erdmann vom Fachgebiet Energiesysteme der TU Berlin wird in den kommenden Jahren regelmäßig überprüfen, ob die Umsetzung der Energiewende in Deutschland ausreichend schnell vorankommt. Die unabhängige Kommission soll dabei auch sicherstellen, dass die EEG-Umlage die Bürger nicht übermäßig belastet und wird jährlich eine Stellungnahme zum Monitoringbericht von BMWi und BMU zur Energiewende abgeben. Außerdem ist alle drei Jahre ein Fortschrittsbericht angekündigt.
Stromausfall vom 15.12.2011 im elektronischen Stellwerk der Berliner S-Bahn verursacht Kosten von knapp 35 Mio. Euro
Der Stromausfall vom 15.12.2011 im zentralen elektrischen Stellwerk der Berliner S-Bahn hat nach Berechnungen der TU Berlin zu volkswirtschaftlichen Kosten in Höhe von knapp 35 Mio. Euro geführt. Die nicht-materiellen Schäden sind dabei nicht mitberücksichtigt. Der Störfall führt erneut die eminent hohe Bedeutung einer kontinuierlichen und zuverlässigen Elektrizitätsversorgung vor Augen.
Die Kurzstudie finden Sie hier:
Kosten des Stromausfalls vom 15.12.2011 im elektronischen Stellwerk der Berliner S-Bahn
Für Rückfragen und Kommentare stehen Ihnen Aaron Praktiknjo und Prof. Dr. Georg Erdmann gerne zur Verfügung
Forschungskolloquium in Stettin
Das Fachgebiet Energiesysteme hat sein interenes Forschungskolloquium in diesem Semester in der Nähe von Stettin abgehalten. Es gab spannende Diskussionen zu den Themen zukünftige Heizungssysteme im deutschen Wärmemarkt, Bedeutung von Stadtwerken, Ausgestaltungsoptionen von Kapazitätsmärkten, Demand Response und der Ausbau der Erneuerbaren aus einer regionalen Perspektive.
Promotion Niels Ehlers
Am 4. März 2011 hat Dipl.-Ing. Niels Ehlers mit der erfolgreichen wissenschaftlichen Aussprache seine Promotion abgeschlossen.
Titel der Arbeit:
Strommarktdesign angesichts des Ausbaus fluktuierender Stromerzeugung
Das Ensys-Team gratuliert ihm ganz herzlich!
Die Dissertation kann hier in schriftlicher Ausfertigung erworben werden und steht hier (PDF, 12,5 MB) zum kostenlosen Download zur Verfügung.
Dringender Appell zur Rettung des EEG seitens deutscher Energiewissenschaftler
In Deutschland wird Strom aus Erneuerbaren Energien durch feste Vergütungssätze gefördert, die in dem Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) festgelegt sind. Differenzen zwischen Verkaufserlösen und Einspeisevergütung werden durch die sogenannte EEG-Umlage sozialisiert. Diese Umlage steigt im Jahr 2011 um über 70 Prozent auf 3,53 Cent/kWh. Der Anstieg der EEG-Umlage spiegelt insbesondere die Dynamik wider, die der Zubau an Photovoltaik-Anlagen inzwischen entwickelt hat. Deutsche Energiewissenschaftler appellieren deshalb in einem offenem Brief die Bundesregierung zu einer Reform des EEG, um die Akzeptanz des Gesetzes in der Gesellschaft auch zukünftig zu gewährleisten.
Den offenen Brief finden Sie hier:
Dringender Appell zur Rettung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes seitens deutscher Energiewissenschaftler (PDF, 83,2 KB)
Die Autoren des offenen Briefes sind:
Prof. Dr. Georg Erdmann; TU Berlin; Prof. Dr. Manfred Fischedick, Wuppertal; Prof. Dr. Christian von Hirsch-hausen; TU Berlin; Prof. Dr. Olav Hohmeyer, Universität Flensburg, Prof. Dr.-Ing. Eberhard Jochem; ETH Zürich; Prof. Dr. Claudia Kemfert; DIW, Berlin; Dr. Felix Matthes; Öko-Institut, Berlin; Dr. Martin Pehnt; ifeu, Heidelberg; Dr. Mario Ragwitz; Fraunhofer ISI, Karlsruhe; Prof. Dr. Jürgen Schmid; Fraunhofer IWES, Kassel
Anstieg der EEG-Umlage - Welchen Wert hat Solarstrom?
Deutschland ist Spitzenreiter beim Ausbau Erneuerbarer Energien, insbesondere im Bereich der Photovoltaik (PV). Der Strom aus diesen Anlagen, die feste Vergütungssätze nach dem Erneuerbaren Energien Gesetz (EEG) erhalten, wird von den Netzbetreibern an der Strombörse in Leipzig vermarktet. Die Differenz zwischen den Verkaufserlösen an der Börse und der Einspeisevergütung wird durch die EEG-Umlage sozialisiert. Für das Jahr 2011 wird diese Umlage um über 70 Prozent auf 3,53 Cent/kWh steigen und nach Berechnungen des Fachgebiets könnte es noch zu weiteren Erhöhungen kommen. Erste Simulationen zeigen, dass es in Zeiten hoher PV-Einspeisung zu drastischen Preisrückgängen an der Börse kommen kann. Zwar sinken hierdurch die Preise aller Verbraucher, doch sind die Erneuerbaren Energien als Verursacher besonders betroffen.
Erste Ergebnisse unserer Untersuchungen hierzu finden Sie hier:
Kurzkommentar zum Profilfaktor Photovoltaik der EEG Umlage (PDF, 949,9 KB)
Neue EEG Wälzung - Erster Strompreis bei Minus 500 Euro/MWh
In der Nacht zum Sonntag, den 04.10.2009, wurde an der Strombörse EEX in Leipzig erstmalig ein negativer Preis von -500 €/MWh notiert. Marktteilnehmer erhielten somit Geld dafür, möglichst viel Strom zu verbrauchen. Grund war eine extrem hohe Windeinspeisung bei geringer Nachfrage.
Die Netzbetreiber sind seit August verpflichtet, Differenzmengen zum EEG-Band an der Strombörse zu vermarkten. Ab Januar 2010 wird dann der gesamte Windstrom über den Spothandel der EEX verkauft.
Thorsten Lenck hat im Rahmen seiner Diplomarbeit an unserem Fachgebiet untersucht, welche Änderungen diese entscheidende, aber vielleicht noch nicht von allen Marktteilnehmern erkannte, Änderung für den Strommarkt bedeutet. Nur wenn die Marktteilnehmer wachsam sind und ihre Kraftwerke auch flexibel herunterfahren, wenn Wind weht, ist der Weg frei für mehr CO2-freien Strom.
Weitere Informationen:
EEG-Regeln rollen deutschen Spot-Markt auf (PDF, 66,4 KB) (mit freundlicher Genehmigung von Dow Jones TradeNews Energy)
DA Thorsten Lenck: Vermarktung von Windstrom
Übrigens: Teilweise kam es zu der seltsamen Konstellation, dass Hilfsmotoren in Kühltürmen bei stillstehendem Kraftwerk angefahren wurden und so aus Windstrom wiederum Wind erzeugt wurde.
Welche Rolle spielt Kohle im Energiemarkt?
Diskussionsrunde im Rahmen des Braunkohle-Forums. Die Expertenrunde mit den Professoren Carl C. von Weizsäcker, Georg Erdmann und Alfons Kather wurde von Alexander von Sobeck-Skal moderiert und am 2. März 2009 in Frankfurt aufgezeichnet.
Strom wird knapper und teurer
Interview von Prof. Erdmann im Deutschlandradio zum Thema Stromversorgung in Deutschland
Fachgebiet Energiesysteme gewinnt Sustainable Energy Europe Award
Am 10. Februar 2009 erhielt das Gemeinschaftsprojekt HyFLEET:CUTE den Europäischen „Sustainable Energy Europe Forschungspreis“ in der Kategorie „Demonstration und Umsetzung“ (siehe: www.sustenergy.org/). Das HyFLEET:CUTE-Projekt ist das weltweit bedeutendste Anwendungsprojekt für Wasserstoffbusse für den öffentlichen Personennahverkehr und wird im Rahmen des 6th Framework Research Programme von der Europäischen Union gefördert. An dem Projekt sind neben 10 Verkehrsunternehmen aus drei Kontinenten die Fahrzeughersteller Daimler und MAN, mehrere Energieversorger und Hersteller von Wasserstoffkomponenten sowie internationale Forschungseinrichtungen beteiligt, darunter auch das Fachgebiet Energiesysteme der TU Berlin. Zu den Aufgaben der TU-Forscher gehören die Systemanalyse der Wasserstoffherstellung aus Bio-Dimethylester sowie die messtechnische Betreuung von Brennstoffzellen, die im stationären KWK-Betrieb eingesetzt werden, um den von den Bussen nicht benötigten Wasserstoff energetisch zu nutzen. Auch wurde eine internationale Akzeptanzstudie auf der Basis von über 3000 befragten Personen durchgeführt. In der letzten Phase des Projekts untersuchen die TU-Forscher Strategien zur Nutzung des während der Wasserstofferzeugung aus fossilen Energien anfallenden CO2. Für nähere Hinweise stehen Ihnen Prof. Dr. Georg Erdmann und Dipl.-Ing. Boris Heinz zur Verfügung.






