Zöttl, Gregor (2006)
Messung von Marktmacht an der EEX: Anwendung und Interpretation von Literaturkonzepten

Diplomarbeiten, Fachgebiet Energiesysteme, TU Berlin

In der vorliegenden Diplomarbeit wird die Ausübung von Marktmacht an der EEX analysiert. Die Frage wie Marktmacht in den liberalisierten Elektrizitätsmärkten weltweit bestimmt werden kann, wurde in der jüngsten Vergangenheit intensiv diskutiert. Im ersten Teil der Diplomarbeit gebe ich einen Überblick über die wis- senschaftlichen Arbeiten, die in diesem Zusammenhang verfasst wurden. Aufgrund der hohen Komlexizität der Strommärkte ist die Messung von Marktmacht stark erschwert: Die Firmen interagieren wiederholt auf vielen verschiedenen Märkten, darüber hinaus sind viele ihrer Entscheidungsprobleme intertemporärer Natur. Obwohl viele der vorliegenden Studien die gleichen Strommärkte, oft anhand gleicher Datensätze untersuchen, sind ihre Schlussfolgerungen bezüglich Marktmacht oft komplett widersprüchlich. Im zweiten Teil der Arbeit analysiere ich dann direkt die Ausübung von Marktmacht and der EEX. Die Herangehensweise von Kreuzberg(2001) und Müsgens(2004) erscheint am interessantestem in diesem Kontext. In ihrer Arbeit berücksichtigen sie einige der Kritikpunkte an den bisher vorliegenden Studien zu Marktmacht, und beachten dynamische (intertemporäre) Aspekte wie Arbeitsbeschränkungen an Kraftwerken oder Kosten für das Hochfahren von Kraftwerksblöcken. Obwohl diese Herangehensweise um einiges überzeugender ist als viele der existierenden Studien zu Marktmacht in Strommärkten, stellt sich jedoch trotzdem heraus, dass die Ergebnisse nur begrenzte Robustheit besitzen.

Fachgebiet Energiesysteme der TU Berlin
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Maria Riedinger
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