direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Projekt Prozessingenieurwisschenschaften (PIW) im Januar 2012

Das Projekt Ingenieurwissenschaften im Wintersemster 2011/12 findet vom
09.-13. Januar 2012 statt. Die Präsentation der Ergebnisse aller Projekte wird am 20.1.2011 stattfinden.

Das Fachgebiet Energiesysteme bietet im Januar 2011 drei Projekte mit jeweils 9 freien Plätzen an:

  • Grid Parity von PV-Anlagen
  • Power to Gas
  • Auslegung von Mikro-KWK


Die Anmeldung zum PIW 2012 wird im November auf den Webseiten der Fakultät III freigeschaltet werden.

Projekt A - Grid parity von PV-Anlagen

Lupe

Die Nutzung der Photovoltaik in Deutschland boomt. Dieser Boom war in den letzten Jahren auch verbunden mit einer enormen Kostendegression. Die EEG-Einspeisevergütung für PV-Strom ist somit 2011 nicht mehr weit entfernt von den Endkundenpreisen für Strom. Dieser Punkt wird von der PV-Branche oft als grid parity bezeichnet. Doch was würde die Versorgung von Wohnhäusern in Deutschland mit PV-Strom kosten, wenn wirklich alle Kosten für die Deckung des Lastgangs zu tragen wären? In diesem Projekt sollen die Kosten von PV-Stromversorgung inkl. Speichertechnologien ermittelt und mit den Vergütungssätzen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes verglichen werden. Hierfür sind Annahmen für die Lastgänge der PV-Einstrahlung sowie für den Stromverbrauch zu treffen. Als Ergebnis soll die Frage beantwortet werden, ob grid parity tatsächlich in den nächsten Jahren erreicht werden kann bzw. welche weiteren Auswirkungen die aktuelle Förderung auf die Zeiten hat, in denen sehr viel bzw. sehr wenig PV-Strom im Markt ist.

Teilnehmerzahl: 9

Kontakt:
Lars Dittmar
Tel.: 030 / 314-79123

Projekt B - Power to Gas

[Quelle: www.dw-world.de]
Lupe

Bei der Methansynthese handelt es sich um ein Verfahren, das Methan unter Stromeinsatz synthetisiert und in das Erdgasnetz eingespeist. Das Verfahren ist auch unter dem Begriff „Power to Gas“ bekannt (P2G). Dabei handelt es sich um ein auf der Elektrolyse basierenden Prozess, der zusätzlich eine Zufuhr von CO2 benötigt.
Aufgrund hoher zukünftiger fluktuierender Einspeisungen der erneuerbaren Energien könnte diese Option genutzt werden, in Zeiten mit viel Wind oder Sonne überschüssige Energiemengen in Form von Wasserstoff oder Methan zu speichern und zu Zeiten mit einem knappen Stromangebot wieder in Strom umzuwandeln bzw. andere Energieverbraucher im Wärme-sektor oder im Verkehr zu versorgen. Damit kann die Integration der Nutzung erneuerbarer Energien gesteigert werden. Bei der weiteren Nutzung als Methan steht das Verfahren jedoch im direkten Wettbewerb und Preiskonkurrenz mit der Erdgasversorgung. Zudem entstehen bei der Umwandlung in Wasserstoff und Methan signifikante Wirkungsgradverluste.
Es gibt viele interessante Fragestellungen, die im Rahmen einer Bewertung dieser Technologie zu beachten sind. Kann das Verfahren aus einer energiesystemischen Sichtweise als Stromspeicher verstanden werde? Wie unterscheidet sich hier die Wirtschaftlichkeitsanalyse? Welche Faktoren sind für eine zukünftige Anwendung von Power to Gas relevant? An welchen Standorten können diese Anlagen betrieben werden? Im Rahmen dieses PIW-Projektes soll ein grundlegendes Verständnis der Zusammenhänge erlangen werden, um sich gezielt mit den Fragestellungen auseinandersetzen zu können.

Teilnehmerzahl: 9

Kontakt:
Arne Grein

Tel.: 030 314 - 21710


Markus Graebig

Tel.: 030 314 - 28163

Projekt C - Auslegung einer Mikro-Kraft-Wärme-Kopplungsanlage (Mikro-KWK) für ein Einfamilienhaus

Lupe

Mikro-KWK ist der Versuch die Kraft-Wärme-Kopplung, – d.i. die gleichzeitige Erzeugung von Wärme und Strom – im kleinen Maßstab, also auf Hausversorgungsebene anzuwenden. Der Vorteil der KWK ist allgemein die höhere Brennstoffeffizienz. Durch die gestiegenen Öl- und Gaspreise haben sich die wirtschaftlichen Bedingungen für den Betrieb von Mikro-KWK außerdem ebenfalls verbessert. Einige Firmen bieten  bereits Produkte auf Basis von Erdgas, Holzpellets und Pflanzen- oder Heizöl kommerziell an, die Verkaufszahlen sind aber noch niedrig. Der produzierte Strom kann entweder selbst verbraucht oder ins Netz eingespeist werden kann. Den eingespeisten Strom muss der Netzbetreiber entsprechend dem  KWK-Gesetz vergüten.

In diesem Projekt soll eine Mikro-KWK-Anlage für ein Einfamilienhaus ausgelegt werden. Der Wärme- und Stromlastgang des Haushaltes wird dafür vorgegeben. Die Aufgabe der Studierenden ist es dann, passende Geräte zu finden, um diesen Lastgang zu decken. Mit den Ergebnissen und den recherchierten Preisen der Geräte kann dann die Wirtschaftlichkeit (z.B. mittels der Amortisationsdauer oder des Barwertes) und die Umweltverträglichkeit (z.B. die Minderung der CO2-Emissionen) abgeschätzt werden.

Kontaktdaten:
Johannes Henkel
Tel.: 030/314-21710

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe